Immer öfter verwehren Websites den Zugang oder schränken ihre Inhalte ein, wenn beim Besuch ein Werbeblocker aktiv ist. Häufig ist zudem in den Nutzungsbedingungen jede Veränderung des übermittelten Quellcodes ausdrücklich untersagt.

Diese Hilfe & Anleitung unterstützt Sie, wenn Sie beim Besuch einer Website entsprechende Probleme haben.

Viele Websites finanzieren sich durch Werbeeinblendungen. Es ist daher hoffentlich verständlich, dass sie ihre Inhalte und ihren Service nicht kostenlos anbieten möchten und zumindest das Deaktivieren von Werbeblockern für den Besuch voraussetzen.

Alternativ bieten viele Websites die Möglichkeit, einen werbefreien Zugang gegen eine Gebühr zu erwerben.

Adblocker im Browser deaktivieren

Wählen Sie Ihren Browser und folgen Sie der Anleitung.
Der schnellste Weg ist in der Regel ein Klick auf das Adblocker-Symbol neben der Adressleiste – dann „Auf dieser Seite deaktivieren" oder „Für diese Website pausieren".

Chrome hat keinen eingebauten Adblocker (außer einem sehr schwachen Filter für aufdringliche Werbung). Installierte Erweiterungen wie uBlock Origin oder Adblock Plus lassen sich so deaktivieren:

  • 1 Klicken Sie oben rechts auf das Puzzle-Symbol 🧩 (Erweiterungen) oder direkt auf das Adblocker-Icon neben der Adressleiste.
  • 2 Wählen Sie im Menü Auf dieser Seite deaktivieren oder Für diese Website pausieren.
  • 3 Alternativ: Drei-Punkte-Menü → ErweiterungenErweiterungen verwalten → Schieberegler der Erweiterung umlegen.
  • 4 Seite mit F5 neu laden.
Tipp: Für eine dauerhafte Ausnahme: Klicken Sie auf das Adblocker-Symbol und wählen Sie „Immer auf dieser Seite zulassen" oder „Whitelist".
Achtung: Manchmal dauert es ein wenig, bis der Server erkannt hat, dass Sie den Adblocker abgeschaltet haben. Nach 2-3 neuen Seitenaufrufen sollte es spätestens klappen.

Firefox hat einen eingebauten Tracking-Schutz, dazu kommen häufig Erweiterungen wie uBlock Origin.

  • 1 Klicken Sie auf das Adblocker-Icon in der Symbolleiste → Auf dieser Seite deaktivieren.
  • 2 Für den eingebauten Schutz: Klicken Sie auf das Schild-Symbol 🛡️ links in der Adressleiste → Schutz für diese Seite deaktivieren.
  • 3 Vollständig über Add-ons: Drei-Striche-Menü → Erweiterungen & Themes → Erweiterung auswählen → Schieberegler deaktivieren.
  • 4 Seite neu laden.
Hinweis: Der eingebaute „Erweiterte Tracking-Schutz" kann auch ohne Erweiterung Werbung blockieren, deaktivieren Sie ihn ggf. über das Schild-Symbol.
Achtung: Manchmal dauert es ein wenig, bis der Server erkannt hat, dass Sie den Adblocker abgeschaltet haben. Nach 2-3 neuen Seitenaufrufen sollte es spätestens klappen.

Edge hat einen integrierten Tracking-Schutz und unterstützt Chrome-Erweiterungen.

  • 1 Klicken Sie auf das Adblocker-Symbol in der Symbolleiste → Auf dieser Website pausieren.
  • 2 Für den eingebauten Schutz: Drei-Punkte-Menü → EinstellungenDatenschutz, Suche und Dienste → Tracking-Verhinderung auf „Einfach" stellen oder für Ihre Seite eine Ausnahme hinzufügen.
  • 3 Erweiterungen verwalten: Drei-Punkte-Menü → Erweiterungen → Schieberegler des Adblockers umlegen.
  • 4 Seite neu laden.
Achtung: Manchmal dauert es ein wenig, bis der Server erkannt hat, dass Sie den Adblocker abgeschaltet haben. Nach 2-3 neuen Seitenaufrufen sollte es spätestens klappen.

Auf Apple-Geräten werden Adblocker als separate Apps aus dem App Store installiert und über Safari-Erweiterungen aktiviert.

  • 1 macOS: Klicken Sie in der Menüleiste auf SafariEinstellungen → Reiter Erweiterungen → Häkchen beim Adblocker entfernen.
  • 2 iPhone/iPad: App Einstellungen öffnen → AppsSafariErweiterungen → Adblocker-Schalter umlegen.
  • 3 Viele Safari-Adblocker (z. B. AdGuard, 1Blocker) haben auch eine eigene App – dort lässt sich die Seite zur Whitelist hinzufügen.
  • 4 Safari neu laden (Pfeil-Symbol in der Adressleiste).
Hinweis: Safari blockiert Cross-Site-Tracking standardmäßig auch ohne Erweiterung (ITP – Intelligent Tracking Prevention). Das betrifft jedoch keine Display-Werbung und sollte eine Adblocker Warnung nicht auslösen.
Achtung: Manchmal dauert es ein wenig, bis der Server erkannt hat, dass Sie den Adblocker abgeschaltet haben. Nach 2-3 neuen Seitenaufrufen sollte es spätestens klappen.

Opera hat einen eingebauten Werbeblocker, der standardmäßig deaktiviert ist – aber leicht aktiviert werden kann. Prüfen Sie zuerst diesen.

  • 1 Klicken Sie auf das Opera-Logo links oben → EinstellungenGrundlagen → „Werbung blockieren" deaktivieren.
  • 2 Alternativ: Klicken Sie auf das Schild-Symbol in der Adressleiste (falls sichtbar) und schalten Sie den eingebauten Blocker aus.
  • 3 Installierte Erweiterungen: Erweiterungen-Menü → betroffene Erweiterung deaktivieren.
  • 4 Seite neu laden.
Opera GX: Der Gaming-Browser hat dieselben Einstellungen, aber ein dunkleres Design – das Schild-Symbol ist meist in der Seitenleiste links.
Achtung: Manchmal dauert es ein wenig, bis der Server erkannt hat, dass Sie den Adblocker abgeschaltet haben. Nach 2-3 neuen Seitenaufrufen sollte es spätestens klappen.

Vivaldi hat einen eingebauten Tracker- und Werbeblocker.

  • 1 Klicken Sie auf das Schild-Symbol in der Adressleiste.
  • 2 Setzen Sie den Tracking- und Anzeigenblocker für diese Seite auf Kein Blocking.
  • 3 Dauerhaft: Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Werbeblocker → Ausnahmen hinzufügen.
  • 4 Seite neu laden.
Achtung: Manchmal dauert es ein wenig, bis der Server erkannt hat, dass Sie den Adblocker abgeschaltet haben. Nach 2-3 neuen Seitenaufrufen sollte es spätestens klappen.

Adblocker deaktiviert – aber Werbung kommt trotzdem nicht?

Das ist häufiger als man denkt. Neben Browser-Erweiterungen gibt es viele weitere Quellen, die Werbung blockieren können.

Erweiterung
🛡️

Mehrere Adblocker installiert

Manchmal sind versehentlich zwei Erweiterungen aktiv (z. B. uBlock Origin und Adblock Plus). Prüfen Sie alle Erweiterungen und deaktivieren Sie alle Werbeblocker – nicht nur einen.

Browser
🔒

Privat- / Inkognito-Modus

Im Inkognito-Modus sind viele Erweiterungen standardmäßig deaktiviert – aber der Browser kann trotzdem Tracking-Schutz aktiviert haben. Wechseln Sie in ein normales Browserfenster.

Antivirus
🦠

Antivirus-Software mit eingebautem Blocker

Kaspersky, Avira, Avast, Norton und andere haben oft einen internen Werbeblocker oder Web-Filter, der unabhängig vom Browser Werbung herausfiltert. Prüfen Sie in den Einstellungen Ihres Virenschutzprogramms.

System
📁

Hosts-Datei

Manche Tools (z. B. hpHosts, MVPS Hosts) modifizieren die Hosts-Datei des Betriebssystems und blockieren so Werbenetzwerke systemweit – auch ohne Browser-Erweiterung.

VPN
🔐

VPN mit Werbeblocker

Viele VPN-Dienste (ProtonVPN, Mullvad, NordVPN, ExpressVPN u. a.) bieten eine integrierte DNS-basierte Werbeblockierung. Diese lässt sich in den VPN-Einstellungen separat deaktivieren.

Cache
🔄

Browser-Cache

Manchmal wird eine alte Version der Seite aus dem Cache geladen. Leeren Sie den Cache: Strg+Shift+Del (Windows) bzw. +Shift+Del (Mac).

Webseite
💻

Adblocking-System

Manchmal dauert es einige Seitenaufrufe, bis der Adblock-Detektor auf der besuchten Webseite erkannt hat, dass der Adblocker abgeschalten wurde. Öfter "F5" klicken oder "Seite neu laden" sollte zur Lösung ausreichen.

Browser mit eingebautem Werbeblocker

Einige Browser blockieren Werbung grundsätzlich und von Haus aus – hier reicht es nicht, eine Erweiterung zu deaktivieren
Sie müssen einen anderen Browser ohne allgemeinen Block-Service verwenden, wenn sich die Seite nicht vom Block-Service ausnehmen lässt.

🦁

Brave Browser

Eingebaut

Brave blockiert Werbung und Tracker von Haus aus über „Brave Shields". Die Erweiterung muss daher nicht installiert sein – der Blocker ist Teil des Browsers.

Lösung: Klicken Sie auf das Löwen-Symbol 🦁 rechts in der Adressleiste → Shields-Schalter auf Aus stellen. Dies gilt nur für die aktuelle Seite. Empfohlene Alternative: Einstellungen → Shields → für die beteffende Domain dauerhaft deaktivieren.
🌊

Tor Browser

Datenschutz

Der Tor Browser basiert auf Firefox und hat erweiterte Tracking-Schutzmaßnahmen aktiviert, die auch Werbeskripte blockieren können.

Lösung: Klicken Sie auf das Schild-Symbol → Sicherheitsstufe auf „Standard" setzen. Bitte beachten Sie: Im Tor-Netzwerk kann die Werbung auch durch Exit-Knoten blockiert werden – dies ist kaum beeinflussbar.
🌿

DuckDuckGo Browser

Eingebaut

Der mobile und Desktop-Browser von DuckDuckGo blockiert Tracker und teilweise Werbung standardmäßig über seine eingebauten Privacy Protection-Regeln.

Lösung: Tippen Sie auf das Schild-Symbol in der Adressleiste → „Privacy Protection deaktivieren" für diese Seite wählen.
📱

Samsung Internet

Android

Der vorinstallierte Browser auf Samsung-Geräten unterstützt sogenannte Content Blocker aus dem Galaxy Store, die ähnlich wie Adblocker wirken.

Lösung: Einstellungen → Nützliche Funktionen → Inhaltsblocker → installierten Blocker dort deaktivieren oder Ausnahme für die Seite hinzufügen.

Blockierung auf Netzwerkebene

Wenn alle Browser-Einstellungen korrekt sind und Werbung trotzdem nicht erscheint, liegt das Problem möglicherweise im Netzwerk – also außerhalb des Browsers.

🍓

Pi-hole

Pi-hole ist ein DNS-basierter Netzwerkfilter, der oft auf einem Raspberry Pi im Heimnetz läuft. Er blockiert Werbedomains für alle Geräte im Netzwerk – Browser-Erweiterungen spielen dabei keine Rolle.

Lösung: Pi-hole-Webinterface öffnen (meist 192.168.x.x/admin), die Domain Ihrer Website zur Whitelist hinzufügen oder Pi-hole vorübergehend deaktivieren.
🏠

AdGuard Home

Ähnlich wie Pi-hole – ein selbst gehosteter DNS-Server mit Werbeblocker-Funktionalität, der netzwerkweit wirkt.

Lösung: AdGuard Home-Dashboard öffnen → Filterlisten → betroffene Werbedomains auf die Whitelist setzen.
📡

Router mit DNS-Filterung (z. B. Fritz!Box)

Manche Router (Fritz!Box, Asus, Netgear mit Merlin-Firmware) bieten DNS-Filterung oder Kindersicherungsfunktionen, die unbeabsichtigt Werbedomains blockieren können.

Lösung: Router-Einstellungen öffnen (meist 192.168.178.1 bei Fritz!Box) → DNS-Einstellungen oder Kindersicherung prüfen und ggf. Ausnahme eintragen.
🏢

Firmen- oder Schulnetzwerk

Unternehmen und Bildungseinrichtungen setzen häufig Proxy-Server, Firewalls oder DNS-Filter ein, die Werbenetzwerke pauschal blockieren. Diese Einstellungen sind für normale Nutzer nicht zugänglich.

Lösung: Wechseln Sie ins mobile Datennetzwerk Ihres Smartphones (ev. Hotspot?) oder kontaktieren Sie Ihre IT-Abteilung mit der Bitte, die Domain freizuschalten.
🔐

Nextdns, DNS4EU, Cloudflare 1.1.1.1 (mit Filterung) oder ähnliche DNS-Dienste

Wer seinen DNS-Server manuell auf einen datenschutzfreundlichen Dienst mit Filterung gesetzt hat (z. B. NextDNS mit aktivierten Blocklisten), blockiert Werbung auf DNS-Ebene – systemweit auf allen Geräten.

Lösung: DNS-Dienst-Dashboard öffnen, betroffene Domain whitelisten oder Blocklisten prüfen. Notfalls DNS-Dienst wechseln.

Alles geprüft? Ihre Checkliste

Wenn Sie sich nicht sicher sind, warum Werbung blockiert wird, gehen Sie diese Liste Punkt für Punkt durch.

✅ Schritt-für-Schritt-Checkliste

  • Alle Browser-Erweiterungen auf Werbeblocker geprüft und deaktiviert.
  • Eingebauten Browser-Schutz (Firefox, Edge, Opera, Brave, Vivaldi) geprüft.
  • Browser-Cache geleert und Seite neu geladen.
  • Privat-/Inkognito-Modus verlassen – in einem normalen Fenster getestet.
  • VPN deaktiviert oder dessen Werbeblocker-Funktion ausgeschaltet.
  • Antivirus-Software auf eingebauten Werbeblocker geprüft (Kaspersky, Avira, Avast…).
  • Hosts-Datei des Betriebssystems auf Einträge zu Werbenetzwerken geprüft.
  • Wechsel ins mobile Netz (Hotspot) – funktioniert Werbung dann? → Netzwerkproblem.
  • Pi-hole, AdGuard Home oder andere DNS-Filter im Heimnetz geprüft.
  • Router-Einstellungen auf DNS-Filter oder Kindersicherung geprüft.
  • Im Firmen- oder Schulnetzwerk: IT-Abteilung kontaktiert.

Haben Sie alles geprüft und es funktioniert immer noch nicht? Das bedauern wir sehr.
Für Ihren speziellen Fall empfehlen wir eine Internetrecherche oder die Unterstützung durch einen Fachmann.

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Hinweis für andere Seitenbetreiber

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